Die Chronik
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Zwischen Boss Battles, Business Area und Retro-Momenten: Foxira auf der gamescom 2026
Ein voller Messetag, neue Eindrücke, alte Erinnerungen und jede Menge Games: Auch 2026 waren wir wieder auf der gamescom in Köln unterwegs. Dieses Mal ohne eigenen Stand, dafür mit umso mehr Zeit zum Spielen, Beobachten, Austauschen und Netzwerken.
Nach einer nächtlichen Anreise begann unser gamescom-Tag früh, und zunächst sogar erstaunlich ruhig. Wer die Messe nur aus den späteren Stunden kennt, könnte fast vergessen, wie entspannt sich die langen Verbindungsgänge am Morgen noch anfühlen können.

Im Vergleich zu unserem Besuch 2025 wirkte die gamescom dieses Jahr auf uns noch einmal voller. Spätestens am Nachmittag waren einige Bereiche dicht gefüllt und die Dimension der Messe kaum zu übersehen.
Aniimo: vom Anspielen direkt ins Boss Battle
Einer unserer ersten spielerischen Stopps führte uns zu Aniimo. Der Stand fiel schon von weitem durch seine helle Gestaltung, die großen Figuren und die umfangreiche Spielfläche auf.

An den regulären Spielstationen konnten Besucher Aniimo zunächst selbst ausprobieren und sich dabei, wenn man so will, für die nächste Stufe freischalten: ein zeitbasiertes Boss Battle.

Natürlich haben wir uns das nicht zweimal sagen lassen.
Also: gespielt, qualifiziert und ab ins Boss Battle.

Und ja: Wir haben gewonnen. 😄
Neben dem kleinen Erfolgserlebnis gab es dafür auch einige Goodies inklusive eines Aniimo-Plushies. Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einem kurzen Messe-Stopp plötzlich eine kleine Geschichte wird, an die man sich später tatsächlich erinnert.

Wenn Messestände selbst zu Spielwelten werden
Natürlich bestand der Tag nicht nur aus Boss Battles. Gerade die großen Hallen zeigen jedes Jahr aufs Neue, welchen Stellenwert Inszenierung auf einer Messe wie der gamescom inzwischen hat.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel war Tides of Annihilation. Mit seiner großen Fantasy-Kulisse wurde der Stand beinahe selbst zu einem Teil der Spielwelt.

An anderer Stelle ging es deutlich verspielter zu. Zwischen riesigen Screens, Figuren und aufwendig gestalteten Flächen tauchten immer wieder bekannte Namen auf, etwa Crazy Taxi, stilecht mit gelbem Taxi mitten in der Halle.

Für uns ist dabei nicht nur interessant, was gezeigt wird. Gerade als Entwickler lohnt sich auch der Blick darauf, wie Spiele präsentiert werden, welche Elemente Aufmerksamkeit erzeugen und wie unterschiedliche Studios versuchen, ihre Identität innerhalb einer riesigen Messe sichtbar zu machen.
Von Atari über den C64 bis zum eigenen Studio
Zwischen all den aktuellen Spielen gab es aber auch Momente, die deutlich weiter zurückführten.
Für Bernd begann die eigene Gaming-Geschichte bereits Anfang der 1980er Jahre mit dem Atari VCS beziehungsweise Atari 2600. Entsprechend vertraut fühlte sich der Blick auf den Atari-Bereich an, auch wenn zwischen den damaligen Wohnzimmern und einer gamescom 2026 inzwischen mehr als vier Jahrzehnte liegen.

Wenig später folgte damals der Commodore 64, der ebenfalls über viele Jahre ein wichtiger Teil dieser Geschichte wurde.
Und genau dort wartete auf der gamescom ein besonders schöner Retro-Moment: der Commodore 77, eine Cyberpunk-2077-Sonderedition auf Basis des modernen Commodore 64 Ultimate.

Ganz zufällig ist die Verbindung zum C64 Ultimate dabei nicht. Als die moderne Neuauflage erschien, konnte Bernd als alter C64-Hase nicht widerstehen. In seinem Fall wurde es die gold-transparente Founders Edition.
Mehr als vier Jahrzehnte nach den ersten eigenen Schritten mit Atari und später dem C64 auf der gamescom zu stehen – inzwischen nicht mehr nur als Spieler und Entwickler, sondern mit dem eigenen Studio und einem eigenen Game-Projekt – macht aus solchen vermeintlich kleinen Ausstellungsstücken plötzlich etwas ziemlich Persönliches.
Und irgendwie passt genau das auch gut zur gamescom: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Games-Branche stehen dort manchmal buchstäblich nur wenige Meter voneinander entfernt.
Indie Games, Publishing und der Blick hinter die Kulissen
Für uns als Indie-Studio ist die gamescom natürlich nicht nur Consumer-Messe.
Auch Publisher, andere Entwickler, Dienstleister und Technologieanbieter gehören für uns zu einem solchen Messetag. Gerade deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit für Bereiche, die vielleicht weniger spektakulär aussehen als die großen Showflächen, für die Entwicklung und Vermarktung eines eigenen Spiels aber mindestens genauso interessant sein können.
Der Indie-Bereich bleibt dabei besonders spannend: kleine Teams, unterschiedlichste Konzepte und ein unmittelbarer Blick darauf, welche Ideen gerade entstehen und wie andere Studios ihre Projekte präsentieren.
Nicht jedes Gespräch führt unmittelbar zu einer Kooperation oder einem konkreten nächsten Schritt. Aber der persönliche Austausch erweitert fast immer den eigenen Blick auf Branche, Markt und Entwicklung. Genau darin liegt für uns ein wichtiger Teil eines solchen Messebesuchs.
Games Made in Hessen
Am späteren Nachmittag führte uns unser Weg schließlich auch in die Business Area zum gemeinsamen Auftritt der hessischen Games-Branche.
Unter dem Motto „Games Made in Hessen“ kamen dort Studios, Branchenakteure sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen.

Für Foxira ist dieser Teil der Messe besonders relevant. Unser Studio ist in Hessen zuhause und auch Lepusona entsteht hier. Entsprechend wichtig ist für uns der Austausch innerhalb der regionalen Games-Landschaft ebenso wie der Kontakt zu anderen Entwicklern, möglichen Partnern und Institutionen.
Gerade auf einer Messe dieser Größe zeigt sich immer wieder, welchen Unterschied persönliche Begegnungen machen können. Viele Kontakte und Gespräche lassen sich digital vorbereiten oder fortsetzen. Manches entsteht aber eben doch erst, wenn Menschen tatsächlich miteinander an einem Tisch stehen.
Was bleibt von der gamescom 2026?
Vor allem: sehr viele Eindrücke.
Die gamescom war für uns dieses Jahr spürbar voller, teilweise lauter und definitiv anstrengend. Gleichzeitig war sie aber auch wieder ein Ort, an dem sich praktisch die gesamte Bandbreite der Games-Branche innerhalb eines Tages erleben lässt.
Wir haben neue Spiele ausprobiert, einen Boss besiegt, alte Wegbegleiter aus der eigenen Gaming-Geschichte wiederentdeckt, uns mit Entwicklern und Branchenvertretern ausgetauscht und natürlich auch sehr genau hingeschaut, wie Spiele, Studios und Marken sich heute präsentieren.
Nicht alles davon lässt sich unmittelbar auf Lepusona übertragen. Und genau darum geht es auch nicht.
Entscheidend ist, mit neuen Eindrücken nach Hause zu fahren, Dinge zu hinterfragen und ein noch besseres Gefühl dafür zu bekommen, wo wir mit Foxira und Lepusona selbst hinwollen.
Und spätestens als am Ende des Tages ein Aniimo-Plushie mit nach Hessen fahren durfte, war ohnehin klar:
Ganz erfolglos war die Mission Köln definitiv nicht. 😄

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